Tag der Pflegeberatung am 8. November
Pflegestützpunkte bieten Orientierung und Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen
Eine Pflegesituation entsteht manchmal plötzlich, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt. In anderen Fällen entwickelt sich der Unterstützungsbedarf schrittweise. Unabhängig davon stehen Betroffene und ihre Angehörigen häufig vor großen Herausforderungen und es stellen sich viele Fragen: Welche Leistungen stehen uns zu? Wie lässt sich die Pflege zu Hause organisieren? Welche Entlastungsangebote gibt es? Und an wen kann man sich wenden, wenn sich die Situation verändert?
Der Tag der Pflegeberatung am 8. November bietet Anlass, auf die Bedeutung einer frühzeitigen und unabhängigen Beratung aufmerksam zu machen. Die Pflegestützpunkte beraten kostenlos, neutral und individuell
Pflegeberatung schafft Orientierung
Die Pflegestützpunkte sind Anlaufstellen für Menschen, die Fragen rund um Pflegebedürftigkeit und deren Bewältigung haben. Sie informieren über Leistungen der Pflegeversicherung und weitere Unterstützungsangebote, beraten zu individuellen Versorgungsmöglichkeiten und helfen dabei, passende Hilfen zu finden.
Dabei steht die persönliche Lebenssituation im Mittelpunkt. Denn jede Pflegesituation ist anders. Was für die eine Familie eine gute Lösung ist, muss für eine andere nicht ebenso passen. Gemeinsam mit den Ratsuchenden werden Möglichkeiten besprochen und nächste Schritte entwickelt.
Die Beratung ist kostenlos und erfolgt unabhängig von einzelnen Leistungsanbietern.
Pflegende Angehörige nicht aus dem Blick verlieren:
Angehörige übernehmen einen großen Teil der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Aktuell gibt es in Deutschland rund 5,7 Millionen pflegebedürftige Menschen. Ca. 86 % aller Pflegebedürftigen werden zuhause gepflegt – zumeist von An- und Zugehörigen. Dabei müssen die Angehörigen die Pflege häufig mit Beruf, Familie und eigenen Verpflichtungen vereinbaren. Nicht selten geraten ihre eigenen Bedürfnisse dabei in den Hintergrund.
Eine wichtige Aufgabe der Pflegeberatung besteht deshalb darin, auch die Situation der pflegenden Angehörigen in den Blick zu nehmen. Welche Unterstützung kann den Alltag erleichtern? Wie lassen sich Pflege und andere Lebensbereiche miteinander vereinbaren? Welche Entlastungsmöglichkeiten können genutzt werden?
Es lohnt sich, diese Fragen frühzeitig zu stellen – nicht erst dann, wenn die Belastung zu groß geworden ist.
Frühzeitig beraten lassen
Viele Menschen wenden sich erst dann an eine Beratungsstelle, wenn bereits erheblicher Handlungsdruck besteht. Dabei kann eine frühzeitige Beratung helfen, sich auf absehbare Veränderungen vorzubereiten, vorhandene Hilfen besser zu nutzen und tragfähige Lösungen für die Versorgung zu entwickeln.
Die Pflegestützpunkte ermutigen deshalb Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, sich bei Fragen oder Unsicherheiten rechtzeitig beraten zu lassen.
Wer Fragen zur Pflege hat, muss damit nicht allein bleiben.
Die Pflegestützpunkte unterstützen dabei, sich im unübersichtlichen Pflege- und Unterstützungssystem zurechtzufinden und passende Hilfen für die persönliche Situation zu finden.
Weitere Informationen und Beratung erhalten Interessierte beim Pflegestützpunkt vor Ort:
Fachstelle für Pflege und Selbsthilfe
Gartenstraße 22, 78532 Tuttlingen
Gesundheitszentrum Spaichingen, Robert-Koch-Straße 31, 78549 Spaichingen
Gemeinsame Telefonnummer: 07461 926 4610
E-Mail: fps@landkreis-tuttlingen.de